Die Entwicklung professioneller Lehrkompetenz im Fremdsprachenunterricht erfordert eine kontinuierliche Reflexion der eigenen Praxis. Lehrkräfte agieren nicht nur als Wissensvermittler, sondern auch als Lernbegleiter, Diagnostiker und Moderatoren von Lernprozessen. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, die eigene Rolle im Unterricht bewusst wahrzunehmen und flexibel auf unterschiedliche Lernbedürfnisse zu reagieren. Die Fähigkeit zur Selbstreflexion, zur kollegialen Zusammenarbeit und zur kritischen Auseinandersetzung mit didaktischen Entscheidungen gilt als Schlüssel zur Professionalisierung. Dabei ist es entscheidend, Unterricht nicht nur zu planen und durchzuführen, sondern auch systematisch zu beobachten, zu analysieren und weiterzuentwickeln.

Quelle: Legutke, Michael; Schart, Michael. DLL 1: Lehrkompetenz und Unterrichtsgestaltung − Deutsch Lehren Lernen. München: Goethe-Institut / Klett Sprachen,2023. (Adaptiert)

Welche Aussagen entsprechen dem Text?

I. Die Rolle der Lehrkraft im Fremdsprachenunterricht beschränkt sich auf die Vermittlung von sprachlichem Wissen.
II. Die Fähigkeit zur Selbstreflexion und zur Analyse des eigenen Unterrichts ist ein zentrales Element professioneller Lehrkompetenz.
III. Kollegiale Zusammenarbeit und kritische Auseinandersetzung mit didaktischen Entscheidungen fördern die Professionalisierung.
IV. Die Lehrkraft sollte ihre Rolle im Unterricht bewusst wahrnehmen und flexibel auf Lernbedürfnisse reagieren.
V. Unterrichtsplanung ist ausreichend, um Lehrkompetenz zu entwickeln − eine nachträgliche Analyse ist nicht notwendig.